AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen Good Times Tattoo

Diese AGB sind ausdrückliches Eigentum von Good Times Tattoo, vertreten durch Nico Natt. Das Vervielfältigen oder Kopieren zu jedweden Zwecken ist verboten und Zuwiderhandlungen werden zur Anzeige gebracht. Es gilt hier das Urheberrecht und die DSGVO! Diese werden ohne Ausnahmen angewandt!

§1 Geltungsbereich

Allen Aufträgen und Geschäftsbeziehungen zwischen dem Studio „Good Times Tattoo“
(nachfolgend Studio genannt) bzw dem Tätowierer (nachfolgend Artist genannt) und dem Kunden liegen die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend AGB genannt) zugrunde.
Diese AGB gelten für die gesamte Dauer eines Aufenthaltes im Studio sowie auf der umgebenden Liegenschaft. Das Studio unterliegt dem geltenden Recht des BGB und des StGb in allen Auslagen.

§2 Terminvereinbarungen und Terminkaution

(1) Der Kunde kann für eine Arbeit (Tattoo) einen oder mehrere Termine mit dem Artist vereinbaren. Mit der Terminvereinbarung wird eine Terminkaution fällig, deren Höhe der Artist u.a. in Abhängigkeit von der Termindauer oder anderen Faktoren vorgibt. Ebenso ist das Ausfüllen einer Einverständniserklärung zwingend erforderlich.
Die Terminkaution wird bei der Fertigstellung / letzte Sitzung verrechnet.

(2) Eine Terminkaution kann nur erstattet werden wenn:

  • innerhalb von 14 Tagen nach Vereinbarung des 1. Termins wieder abgesagt wird.
  • der Artist die Termine aus Gründen absagt, die der Kunde nicht zu vertreten hat.


(3) Terminverlegungen sind immer persönlich oder telefonisch möglich, zur Not auch per Online-Chat oder Email, wenn ein persönlicher Besuch nicht möglich ist. Hierbei hat der Kunde jedoch keinen Anspruch auf bevorzugte Behandlung bei der neuen Terminvergabe.
Das Verschieben von Terminen ist ohne weitere Kosten (Ausfallzahlungen) möglich, jedoch nur bis zu einer Dauer von 3 Monaten. Danach muss eine Kaution neu hinterlegt werden.
Ein mehrmaliges Verschieben von Terminen ist ausdrücklich NICHT möglich.

Kautionen werden nicht verzinst und nicht zur späteren Auszahlung zurückbehalten. Das Tattoostudio ist kein Bankhaus und nicht gesetzlich dazu verpflichtet für jeden Kunden ein Konto zu führen, egal ob digital oder handschriftlich in einem Kassenbuch. Derlei finanzielle Unterfangen fallen nicht unter die Pflichten eines Tattoostudios. Eine hinterlegte Kaution stellt kein Sparkonto dar, auf das bei Belieben zurückgegriffen werden kann.

(4) Die Terminkaution verfällt, wird also vom Artist einbehalten, wenn der Kunde zu einem vereinbarten Termin nicht erscheint, ohne diesen mindestens 3 Werktage zuvor telefonisch, persönlich oder per Email abzusagen. Es verfällt auch der Anspruch auf einen Ersatztermin und bereits vereinbarte Folgetermine. In diesem Fall wird eine Rechnung über die vereinbarte Summe nach Paragraph 642 BGB gestellt. Bei Stundensätzen werden 4 volle Stunden berechnet!

Dies gilt insbesondere auch für Nachstechtermine, für die keine Terminkaution hinterlegt werden musste. Bei Nichterscheinen oder zu später Absage verfällt der Anspruch auf einen kostenfreien Nachstechtermin.

Unverschuldete bzw unvorhersehbare Gründe wie Krankheit müssen durch ein Attest belegt werden können.
TÜV oder neue Autos, Umzüge oder Scheidungen sind keine unvorhersehbaren Gründe. Ein Autounfall/Trauerfall jedoch ganz bestimmt!
Man kann über Alles reden, entschieden wird jedoch ganz realistisch.

(5) Besprochene Projekte sollten zum Tag des Termins auch so umgesetzt werden können. Kurzfristige Änderungen der Vorstellungen des Kunden bzgl. Größe, Position oder sogar des ganzen Motives sind dem Artist unverzüglich mitzuteilen. Überraschungen zum Termin sind nicht erwünscht und dürfen ohne Angabe von weiteren Gründen abgelehnt werden. Der Verbleib der hinterlegten Terminkaution bleibt hiervon unberührt.

Sollte ein geplantes Motiv (Beispiel: Farb-Portrait) am Tage des Termins umgeworfen werden und der neue Kundenwunsch ein kleines Vögelchen mit Sternen sein (also etwas völlig anderes, wesentlich kleiner oder auch ein anderer Stil, der dem Artist nicht zusagt, und dessen Ausführung er nicht vereinbaren kann), so steht es dem Artist frei, dies abzulehnen. Sollte es finanzielle Schwierigkeiten mit vorab gebuchten Projekten geben, muss der Kunde dies immer im Vorfeld kommunizieren – nicht erst am Tage des Termins. Solche Situationen zählen als geplatzter Termin. Man kann über Alles reden, entschieden wird jedoch realistisch und nach den geltenden AGBs.

§3 Preise

(1) Das Studio bzw der Artist bietet je nach eigenem Ermessen Festpreise oder Stundensätze an.

(2) Festpreise sowie Stundensätze sind sowohl für den Kunden als auch für den Artist bindend.

Bei Preisen nach Stunden wird die Gesamte Arbeitszeit abzgl. notwendigen Pausen gezahlt. Dies beinhaltet auch das Entwerfen eines Motives nach Kundenwunsch sowie das Aufbringen der Vorlage (Stencil) auf die Haut.
Vom Kunden unnötigerweise abgehaltene Pausenzeiten wie zB. mehrfache Raucherpausen, Telefonieren, Essen etc, gelten als Arbeitszeit des Artists und sind ebenso zu entrichten.

Eventuelle Verzögerungen durch Beratungszeiten, spontane Kundengespräche und/oder andere Gründe des Artists, die das Studio oder den laufenden Geschäftsbetrieb betreffen, werden am Ende der Sitzung durch ein vom Artist festgelegtes Abrunden von der Gesamtzeit abgezogen.

(3) Wünscht der Kunde Änderungen an der vereinbarten Arbeit und wurde ein Festpreis vereinbart, so steht es dem Artist frei einen neuen Preis dafür festzulegen. Dem Kunden steht es frei diesen Preis zu akzeptieren oder von dieser Vereinbarung zurückzutreten. Eine Rückzahlung der Terminkaution ist in diesem Fall nur möglich, wenn die Punkte unter §2 eingehalten werden.


(4) Endpreise sind nicht verhandelbar!

(5) Sollte ein Kunde einen anderen Preis bekommen als ein anderer Kunde, liegt das immer im Ermessen des Artists. Gründe hierfür können sein, dass ein Kunde bereits jahrelanger Stammkunde ist, und somit einen besonderen Preis erhält, oder ein anderer Kunde sehr kurzfristig einen ausgefallenen Termin übernehmen kann, und deshalb einen besonderen Preis erhält.

Die Preisgestaltung des Studios steht in direktem Wettbewerb zu Mitbewerbern derselben Branche und hat nichts mit der Persönlichkeit oder dem äußeren Auftreten eines Kunden zutun. Von solchen Praktiken distanzieren wir uns deutlich!



§4 Rechte und Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde trägt Sorge dafür, dass er zum vereinbarten Termin in einem Zustand erscheint, der den Eingriff für den Artist vertretbar macht. Dazu gehört insbesondere:

  • Keine Einnahme von Aklkohol oder Betäubungsmitteln mind. 24 Stunden vor dem Termin.
  • Keine Einnahme von gerinnungshemmenden oder sonstigen Medikamenten, welche die Durchführung der Arbeit ausschließen oder wesentlich erschweren.
  • Keine Applikation von Oberflächenanästhetika, soweit nicht mit dem Artist abgesprochen. Bei Zuwiderhandeln/Verschweigen darf die Sitzung ohne Angabe von weiteren Gründen abgebrochen werden.
  • Der Kunde leidet nicht an Erkrankungen, welche die Durchführung der Arbeit ausschließen oder wesentlich erschweren (insb. Infektionskrankheiten)
  • Ihm sind auch keine Allergien bekannt gegen Inhaltsstoffe von Tätowierfarben oder sonstigen Tätowiermitteln.
  • Der Kunde erscheint in einem für den Artist zumutbaren hygienischen Zustand (frisch geduscht)
  • Bei Frauen: Die Kundin ist NICHT schwanger bzw. stillt zum Zeitpunkt des Termines ihr Kind! Von Terminen während einer Periode ist in bestimmten Fällen abzuraten.


(2) Der Kunde ist verpflichtet, den Artist vor einem Termin über mögliche Allergien, nötige Medikamente oder bestehende Krankheiten zu informieren (z.B. HIV, Hepatitis, Epilepsie, Diabetes, aber auch eine Erkältung, Schnupfen, Husten oder andere Beschwerden)

(3) Zu Beginn der Tätowierung wird idR. durch den Artist eine Schablone (Stencil) auf die Haut appliziert. Der Kunde nimmt sowohl die Positionierung als auch den Inhalt der Schablone genau in Augenschein und prüft ggf. auf eventuelle Fehler insbesondere bei Schriften und Zahlen. Der Artist übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit von vom Kunden übersetzten, dem Artist nicht geläufigen Sprachen oder römischen Daten, Punktschrift, Blindenschrift oder andere Glyphen wie Runen oder dergleichen.
Fehler oder Änderungswünsche teilt der Kunde dem Artist vor Beginn der Sitzung mit.
Mit Beginn der Arbeit willigt der Kunde in die Positionierung und den Inhalt der Arbeit ein.

(4) Der Kunde folgt den Anweisungen des Artists vor und während des Eingriffs. Nur dann kann der Artist gewährleisten, dass der Eingriff sicher erfolgt.

(5) Der Kunde willigt vor dem Termin in den Eingriff ein und gibt dafür eine schriftliche Einverständniserklärung mit seiner Unterschrift ab. Für Folgetermine muss keine erneute Einverständniserklärung abgegeben werden. Für neue Projekte allerdings jedes Mal.

(6) Erfüllt ein Kunde vor oder während eines Termins seine Pflichten wie oben beschrieben nicht, so gilt dies als Terminabsage des Kunden wie oben beschrieben, aufgrund von Umständen, die er zu vertreten hat.

(7) Der Artist gewährt dem Kunden ein uneingeschränktes, unbefristetes und unwiderrufliches Nutzungsrecht an der verrichteten Arbeit.

(8) Der Kunde hat keinen Anspruch auf die Überlassung eines eventuell angefertigten Entwurfes. Wenn der Kunde diesen zu erwerben wünscht, ist hierzu eine gesonderte Vereinbarung zu treffen. Es ist jedoch dem Artist überlassen, ob er in diese Vereinbarung einwilligt.

(9) Bei Vorlagen, die auf Kundenwunsch tätowiert werden, stellt der Kunde den Tätowierer für die Nutzungsrechte an der Vorlage von allen Rechtsansprüchen Dritter frei.

(10) Extreme politische Gesinnungen oder provokatives äußeres Auftreten des Kunden, zB. durch bestimmte Kleidung mit Aufdrucken wie „Kutten“ oder anderen politischen bzw gesinnungsbehafteten Motiven sind im Studio nicht gestattet und werden des Hauses verwiesen.

(11) Das Mitbringen von Haustieren ist nicht gestattet.

(12) Das Mitbringen von Kindern unter 16 Jahren zum Termin ist nicht gestattet.

(13) Kunde kann erst werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat.

(14) Das Mitbringen von Waffen jeglicher Art ist verboten und wird zur Anzeige gebracht!

(15) Als Begleitperson eines Kunden zählt maximal eine weitere Person, die im Vorfeld anzumelden ist. Unangekündigte Besuche sind zu vermeiden.

(16) Während des Aufenthaltes im Studio gilt die Zimmerlautstärke. Lautes Verhalten eines Kunden/Besuchers kann mit Verweis aus dem Studio unterbunden werden.

§5 Rechte und Pflichten des Studios/Artists


(1) Der Kunde wird vor dem Termin über den Eingriff und über die damit verbunden Risiken schriftlich aufgeklärt.

(2) Das Studio sowie der Artist können die Durchführung einer Arbeit ablehnen. Dies geschieht insbesondere unter folgenden Umständen:

  • Es handelt sich zB bei einem Tattoo-Motiv um die Arbeit eines anderen Artists, die 1:1 kopiert werden soll.
  • Vorlage bzw Motiv lassen insbesondere durch die Größe eine dauerhafte gute Arbeit nicht zu (Verschwimmen der Konturen und Zulaufen von Leerstellen)
  • Der Inhalt der Arbeit steht im erheblichen Widerspruch zur inneren Überzeugung des Studio-Inhabers und/oder Artists.
  • Der gewünschte Stil entspricht nicht dem Repertoire des Artists.
  • Das gewünschte Tattoo wirft Fragen zum gesellschaftlichen Ansehen des Kunden auf (zB bei Handtattoos als erstes Tattoo eines achtzehnjährigen Neukunden)


(3) Die Urheber- und Verwertungsrechte eines Tattoo-Entwurfes verbleiben immer beim Artist.

(4) Das Studio bzw der Artist hat nach Paragraph 642 BGB das Recht, bei Nichterscheinen zu einem vereinbarten Termin ohne rechtzeitige Absage (siehe §2 AGB), eine angemessene Entschädigung zu verlangen (§3 AGB). In so einem Fall haben Studio bzw Artist zudem das Recht, nach Paragraph 643 BGB alle weiteren Termine des Kunden zu kündigen.

(5) Willigt der Kunde in die Fotografie einer fertigen Arbeit ein, so haben sowohl der Artist als auch das Studio das uneingeschränkte und unentgeltliche Recht zu deren Nutzung, Vervielfältigung und Veröffentlichung, sowie Weiterverarbeitung jeglicher Art zB zu Werbezwecken, für Print- und Onlinemedien. Wünscht der Kunde keine persönliche Nennung zB durch Verlinkung auf Social Media Plattformen wie Facebook oder Instagram, so teilt er das dem Artist bei Erstellung des Fotos mit.

(6) Sollten sich Kunde und Artist am Tag des Termins nicht sicher sein, ob die gewählten Motive passen bzw sollte es zu einem spontanen Umentscheiden kommen oder gar andere unbestimmte Gründe dafür sorgen, dass die Sitzung nicht mit gutem Gefühl durchgeführt werden kann, steht es dem Artist frei den Termin zu verlegen um dem Kunden eine sichere Frist zu geben sich über seine Entscheidung fürs Leben im Klaren zu sein.
Schnellschüsse ohne Bedenkzeit werden vom Artist nicht angenommen!

(7) Das Studio sowie der Artist haben sich zum Termin in einwandfreiem hygienischen Zustand zu befinden. Sollte der Kunde sich unwohl oder unsicher fühlen bzgl Hygiene oder anderer Gründe, die das Studio und/oder den Artist betreffen, steht es ihm frei dies zu äußern und den Termin ggf. zu verschieben oder abzusagen. Eine solche Situation sollte jedoch auf jeden Fall belegbar und nachvollziehbar sein können. Hinterlegte Kautionen verfallen beim Verlassen des Studios, bereits geleistete Arbeitszeit ist in jedem Fall zu zahlen, abzüglich der hinterlegten Kaution.

(8) Der Artist hat sich nicht um das leibliche Wohl des Kunden zu kümmern. Es steht dem Studio frei, Getränke wie Wasser oder Cola bzw Süßigkeiten zur Verfügung zu stellen. Weitere Verpflegung wie Essen oder andere Genussmittel sind vom Kunden mitzubringen, und außerhalb des Behandlungsraumes zu verzehren.

(9) Der Artist ist nicht dazu verpflichtet Arbeiten von anderen Tätowierern zu vervollständigen, zu verbessern oder gar nachzustechen. Im Studio werden idR nur eigene Motive gestochen, individuelle Arbeiten, die dem Artist die Möglichkeit geben so zu arbeiten, wie er es am besten kann, ohne sich an der „Federführung“ eines Anderen orientieren zu müssen!

(10) Sollte ein Kunde/Neukunde/Interessent nicht in der Lage sein oder es verweigern sich nach den normalen Gepflogenheiten zu verhalten, steht es dem Artist frei diese Person aus dem Studio zu entfernen / entfernen zu lassen. Der Artist hat im Studio das alleinige Hausrecht – die Entscheidung zu einer solch drastischen Maßnahme (Rauswurf) obliegt dem persönlichen Empfinden des Artists, sowie die Wahl der dazu nötigen Mittel zB. zur Verteidigung.
Sollten Anfragen (Email/Telefon) nicht nach den Regeln des Anstandes und gegenseitigen Respekts erfolgen und/oder unhöflich sein, Anfeindungen enthalten oder gar böswilliger Natur sein sowie ungerechtfertigte Bewertungen auf öffentlich einsehbaren Plattformen wie facebook, ProvenExpert, Google o.ä. hinterlassen werden, steht es dem Studio frei rechtlich per Abmahnung dagegen vorzugehen.
Bewertungsprofile/-plattformen sollten vornehmlich dazu genutzt werden, sachliche und wahrheitsgemäße Informationen über das Studio / den Artist für andere Mitmenschen zu hinterlassen, nicht um seinen Unmut über abgelehnte Projekte oder scheinbar unfreundliche Emails kund zu tun.
Harte Unwahrheiten/Lügen/Anfeindungen = harte Abmahnung!


§6 Nachstechen

(1) Der Kunde hat grundsätzlich das Recht, bis zu 3 Monate nach Fertigstellung der Arbeit, diese kostenfrei nachstechen zu lassen, wenn es im Zuge der Abheilung zu Farbverlusten in der Tätowierung gekommen ist.

(2) Wenn der Farbverlust sichtlich in einer unsachgemäßen Pflege der Tätowierung liegt, ist ein Nachstechen evtl kostenpflichtig. Dies zu entscheiden obliegt dem fachkundigen Urteil des Artists.

(3) Das Nachstechen ist einmal kostenfrei, jedes weitere Mal liegt nicht an unsachgemäßem Arbeiten des Artists oder schlechtem Heilvorgang und obliegt somit nicht mehr der Sorgfaltspflicht des Artists. Es fallen somit die normalen Kosten an.

§7 Gutscheine

(1) Gutscheine sind nicht übertragbar.

(2) Gutscheine sind nach geltendem Recht 3 Jahre nach Ausstellung gültig.

(3) Gutscheine werden nicht ausbezahlt, auch nicht in Teilbeträgen. Sie können nur ganz verbraucht werden und nicht teilweise verrechnet werden. Teil- bzw Restbeträge sind nicht auf den Gutscheinen notierbar.

(4) Gutscheine dürfen von Kunden nicht weiterverkauft werden! Dies stellt eine rechtswidrige Handlung dar und wird zur Anzeige gebracht. Es handelt sich bei Gutscheinen um steuerbare Einkünfte des Studios, auf die Umsatzsteuer und Einkommensteuer angefallen ist, somit dürfen diese nicht privat weiterverkauft werden. Ein gewerblicher Weiterverkauf steht ebenfalls nicht zur Auswahl und wird ebenfalls strafrechtlich verfolgt!

(5) Gutscheine werden auch dann nicht ausbezahlt, wenn §5 Abs (2) in kraft tritt, und die gewünschte Arbeit gegen die innere Überzeugung des Artists verstößt.
Ein Gutschein ist kein Freifahrtschein für jedes Wunschmotiv.

(6) Gutscheine sind in den im Studio üblichen vorgefertigten Höhen erhältlich, können im Studio oder per Email (Postversand) gekauft werden. Ebenso können Gutscheine über das Onlineangebot des Studios gekauft werden. Hier sind verschiedene Beträge wählbar.

(7) Gutscheine sollten nach Möglichkeit NUR an Kunden gehen, die bereits einen Termin haben. Als Überraschung sind sie zwar toll für Neukunden, jedoch nicht als Überraschung für den Artist, wenn die Motivwünsche komplett gegen die inneren Überzeugungen / machbaren Stile des Artists gehen.

(8) Ein Gutschein ist kein Garant für einen Tattootermin!
„Ich habe einen Gutschein – also musst Du mich tätowieren!“, funktioniert hier nicht und solche Kunden dürfen ohne Angabe von weiteren Gründen des Studios verwiesen werden, da sich das Verhalten nicht mit den geltenden AGBs und gängigen Regeln des gegenseitigen Respekts deckt.

(9) Gutscheine „für ein lebenslang haltendes Tattoo“ sind nicht für Neulinge gedacht, die evtl mit dem Gedanken spielen, sich tätowieren zu lassen oder als Anreiz eines Dritten, es endlich zu tun.
Bevor man einen Tattoo-Gutschein verschenkt oder sich schenken lässt, sollte unbedingt geklärt sein, ob der Kunde/Neukunde bereits ein Beratungsgespräch hatte und ob die Vorstellungen mit den Überzeugungen und machbaren Stilen des Artists übereinstimmen!

Sollte dies missachtet werden und es stellt sich eine Nicht-Machbarkeit aufgrund einer Erkrankung /Allergie / etc. heraus, wird der Preis für den Gutschein nicht erstattet!
Hierauf wird ausdrücklich hingewiesen!

§8 Haftungsausschluss

(1) Für Komplikationen bei der Wundheilung und daraus möglicherweise resultierende Folgen (Wundinfektion, Vernarbung, Beschädigung der Tätowierung etc.) infolge von Fehlern oder Nachlässigkeit des Kunden, sowie allergischen Reaktionen, wird keine Haftung übernommen. Der Kunde wird aufgefordert, sich an die ihm überlassene Pflegeanleitung zu halten und im Falle eines unerwarteten Heilungsverlaufes unmittelbar mit dem Artist Kontakt aufzunehmen oder – bei erheblichen Problemen – einen Hausarzt/Dermatologen aufzusuchen.

(2) Der Artist arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen und nach allen ihm bekannten Regeln der Kunst auf eigene Verantwortung zum Wohle der Zufriedenheit und Gesundheit des Kunden sowie einer lange haltenden positiven Beziehung zu jedem Kunden. Was der Kunde nach der Erst-Wundversorgung und Aufklärung über die Wundheilung und Pflegeanleitung mit der frischen Tätowierung anstellt, obliegt nicht mehr der Sorgfaltspflicht des Artists, und dieser ist somit nicht haftbar für eventuelle Schäden an der Tätowierung, die nach der Sitzung auftreten. Weiterhin hat jeder Kunde ohne Ausnahme vor jedem Projekt sein ohne Einschränkungen geltendes Einverständnis zur Zufügung einer Körperverletzung mit allen Mitteln einer Tätowierung erteilt. Allergien , Infektionen, Entzündungen können immer auftreten!

(3) Wir weisen darauf hin, dass bei einem Eingriff auch bei höchster Sorgfalt Verschmutzungen bzw Beschädigungen von Kleidung und Schuhwerk durch Farbe, Desinfektionsmittel und sonstige Materialien geschehen können. Wir empfehlen daher dringend, zum Termin alte und/oder dunkle Kleidung und Schuhe zu tragen, um Schäden zu vermeiden.
Weder Studio noch Artist haften für Verschmutzungen bzw Beschädigungen von Kleidungsstücken oder Schuhen durch Farbe, Desinfektionsmittel und sonstige Materialien, es sei denn, die Verschmutzung bzw Beschädigung wurde grob fahrlässig oder vorsätzlich vom Artist herbeigeführt.

§9 Hinweise auf Corona Folgen/Auswirkungen

Zugeständnis entgegen der geltenden Nicht-Erstattung von Kautionen nach einer Frist von 14 Tagen nach Hinterlegung:

(1) Wer nachweislich seinen Termin aus Kostengründen nicht wahrnehmen kann, weil er direkt von Schließung, Kurzarbeit oder Arbeitsplatzverlust betroffen ist / war, bekommt 50% seiner hinterlegten Kaution erstattet, wenn der Termin deshalb abgesagt werden muss. Dies gilt es in glaubhafter Weise zu belegen und in vernünftigem Maße zu kommunizieren.
Dies gilt ausschließlich für rechtzeitig abgesagte Termine, für die eine Kaution hinterlegt wurde und eine Einverständniserklärung vorliegt.
Rechtzeitig heißt hier mindestens (d.h. > größer als) eine Woche vor Termin, da die finanzielle Situation eines Jeden eine planbare und absehbare Konstante darstellt.
Ist der Termin-Ausfall begründet in einer verhängten Ausgangssperre, ist dies kein Ausfall aus Corona-bedingten, finanziellen Gründen und es wird ein Ersatztermin vereinbart.
In diesem Fall wird nichts erstattet.

Wir bitten hierbei um eine Karenz von mindestens 4 Wochen, da wir selber erst wieder finanziell auf die Beine kommen müssen.

(2) Sollte ein Termin nicht aus oben genannten Gründen, ohne Angabe von anderen Gründen bzw. generell ohne Absage ausfallen, wird nach wie vor eine Rechnung iHv. vier vollen Stunden laut dem auf der Einverständniserklärung vermerkten Stundensatz abzgl. Kaution und Materialpauschale in Rechnung gestellt. (Siehe Einverständniserklärung)
Sollten sich für einen bereits ausgemachten Termin finanzielle Obergrenzen ergeben haben, die aus der Corona Plage und den damit verbundenen Einschränkungen und Verboten der Berufsausübung resultieren, teilt der Kunde dies VOR Beginn der Sitzung mit.

Teilzahlungen, Ratenzahlungen oder leere Versprechen werden nicht akzeptiert! Es besteht weiterhin die Möglichkeit Beträge in bar anzuzahlen, und für den Rest eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesener MwSt. zu erhalten! Eine elektronische Zahlung per EC-Karte ist nicht möglich, da wir diesen Dienst in unserem Studio nicht anbieten!

(3) Gutscheine, die vor oder während der Lockdown-Monate erworben wurden, behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit und sollten beim nächstmöglichen Termin eingelöst werden.

(4) Wir betreiben zwei Standorte in Hessen und Thüringen. Sollte eines dieser Bundesländer abweichende Regelungen treffen, und zB. aufgrund einer steigenden Inzidenz die Ausübung der sog. „körpernahen Dienstleitungen“ wieder eingeschränkt bzw. untersagt werden, besteht immer die Möglichkeit zum jeweils anderen Standort auszuweichen.
Erstattungen der Kaution sind in diesen Fällen nicht möglich.
Genaue Angaben zum Standortwechsel für euren Termin sind mit dem Studiobetreiber schnellstmöglich abzustimmen.

(5) Es gilt die allgemeine Selbstinformationspflicht. Das heißt, sollte es in einem Landkreis oder Bundesland eine neue „Corona Verordnung“ geben, ist jeder Kunde angehalten sich darüber zu informieren, inwiefern dies die Wahrnehmung seines Termins direkt betrifft.
Es besteht keine Informationspflicht seitens Good Times Tattoo, jeden Kunden über die geltenden Verordnungen in seinem Landkreis oder Bundesland aufzuklären, da dies aufgrund der sich ständig ändernden Beschlüsse und der Masse an Fehlinformationen (facebook, instagram, Blogs und andere Posts) nicht in unseren Aufgabenbereich fällt.

(6) Überdies ist jeder Kunde dazu verpflichtet entsprechende neue Regelungen, die seinen eigenen Landkreis oder sein Bundesland betreffen dem Studiobetreiber mitzuteilen, insofern diese direkt mit dem vereinbarten Termin zutun haben.
Das heißt also im Klartext:
Unsere Studios befinden sich in Hessen und Thüringen – solltet ihr aus einem anderen Landkreis oder Bundesland kommen, in dem zB. eine Ausgangssperre verhängt wurde, ist dies mitzuteilen. Solltet ihr von Ein- oder Ausreisebeschränkungen betroffen sein, ist dies ebenfalls mitzuteilen. Sollte euer Landkreis zum „Hotspot“ erklärt worden sein, ist dies ebenfalls mitzuteilen.

(7) Weiterhin ist jeder Kunde angehalten sich an die geltenden Vorschriften zu halten. Das heißt, die vor Ort geltenden Einschränkungen sowie Hygienemaßnahmen sind zu akzeptieren, einzuhalten und anzuwenden. Händedesinfektion gilt nach wie vor und gehört zum Standard in jedem Tattoo-Studio.

(8) Bisher sind Tattoo-Studios nicht von der Selbsttest-Vorschrift betroffen, das heißt ein Kunde ist nicht verpflichtet einen Selbst- / Schnelltest vor dem Termin durchzuführen und diesen als negativ zu belegen. Trotzdem gilt hier besondere Vorsicht und es wird auf die Eigenverantwortung hingewiesen: Sollte sich ein Kunde krank fühlen, Husten haben oder anderweitige Erkältungssymptome aufweisen, ist dies unverzüglich mitzuteilen und vom Termin abzusehen. Es kann ein Ersatztermin vereinbart werden!

(9) Es gilt: Alle hier genannten Regelungen betreffend der Verordnungen und Beschlüsse sind im Kontext zu den jeweils aktuell geltenden Vorschriften zu betrachten. Stand dieser AGB-Erweiterung ist der 05.03.2021 als Vorsorge zur geplanten Wiedereröffnung von Tattoo Studios ab dem 08.03.2021. Sich in der Zukunft ändernde Verordnungen und Beschlüsse sind hiervon nicht betrachtet und abgedeckt.
Sollten spezielle Punkte dieser AGB-Erweiterung vom 5.3.2021 durch zukünftige Corona-Verordnungen und Beschlüsse geändert oder außer Kraft gesetzt werden, bleiben die weiteren AGB hiervon unberührt.

§10 Sonstiges

(1) Im Hauseingang, im Studioeingang sowie im Wartebereich, jedoch ausdrücklich nicht im Behandlungsraum oder anderen Räumen in denen sich Menschen bewegen dürfen (also zB NICHT auf dem WC), findet zur Sicherheit des Studios/Artists und auch zur Sicherheit jedes Besuchers eine Videoüberwachung statt. Die Eingänge sind jeweils mit Hinweisschildern versehen und alle Kameras sind gut sichtbar angebracht! Beim Betreten des Studios erklärt sich jeder Besucher damit einverstanden für die Dauer seines Besuches in öffentlichen Verkehrsbereichen, wie Eingang und Wartezimmer überwacht zu werden.
Die Aufzeichnung geschieht maschinell und wird nicht von einer dritten Person überwacht bzw ausgewertet.
Die Aufnahmen im Inneren werden, solange keine Notdurft zur Speicherung besteht, täglich gelöscht und neu beschrieben. Außenaufnahmen werden bis zu 6 Monate gespeichert.

(2) Es gelten ergänzend die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches in der jeweiligen aktuellen und gültigen Fassung soweit diese nicht zu diesen Geschäftsbedingungen im Widerspruch stehen.

(3) Der Gerichtsstand ist Bad Hersfeld.

(4) Ist oder wird eine Bestimmung aus diesen AGB oder aus dem Vertrag zwischen dem Studio bzw Artist und dem Kunden unwirksam, so bleiben die AGB sowie der Vertrag im Übrigen davon unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame Bestimmung zu ersetzen, die deren Sinn wirtschaftlich möglichst nahe kommt.

|| ENDE der AGB ||
|| Stand 03|2021 ||
|| Copyright GOOD TIMES TATTOO • Nico Natt • Philippsthal ||
|| Unerlaubtes Vervielfältigen, auch in Teilen, ist untersagt und wird bei Zuwiderhandlung zur Anzeige gebracht ||